St. Vincenz zu Altenhagen I

Aktuelles

Sieben Zitate über die Sehnsucht nach Gott

12.05.2024

Sieben Zitate für den Sonntag Exaudi
und für die Woche vom 12. Mai 2024
bis 18. Mai 2024

über die Sehnsucht nach Gott

Im Kirchenjahr gibt es
einen Sonntag in der Osterzeit,
der heißt übersetzt „Höre meine Stimme“.
Er wird aber meistens
mit der lateinischen Bezeichnung
„Exaudi““ aufgeführt.
Der Name dieses Sonntags Exaudi
stammt aus dem Psalm 27 Vers 7,
der lautet:
„Herr, höre meine Stimme,
wenn ich rufe!
Sei mir gnädig und erhöre mich.“
Die Jüngerinnen und Jünger von Jesus
waren in den Zeiten
nach Himmelfahrt
und vor Pfingsten
in einer Verstehens-

Sinn- und Orientierungskrise.
Jesus war nicht mehr bei ihnen
als Heiland und Bruder „zum Anfassen“.

Das war der eine Grund.
Dazu ist noch ein anderer Faktor gekommen.
Der verheißene Heilige Geist,

der Tröster,
war noch nicht da.
Wir kennen solche Zeiten der Irritation

im Leben als Christin oder Christ auch.
Alte Lebensgewohnheiten zerbrechen,
aber neue Lebensformen,
die sie ersetzen sollen,
stellen sich einfach nicht ein.
Enttäuschung, Zweifel,
Frustration und Aggression.
greifen um sich.
Der Sonntag Exaudi
ermutigt uns,
alles, was unseren Glauben stresst,
Gott zuzurufen
und mit dem Psalm 27,7
ein dickes Ausrufungszeichen zu setzten:
„Herr, höre meine Stimme!“

Es ist Nacht,
und mein Herz
kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus
mehr bei mir
Christian Morgenstern
(deutscher Dichter der komischen Lyrik,
Schriftsteller und Übersetzter,
19. und 20.Jahrhundert)

Es muss
doch mehr
als alles
geben

Dorothee Sölle
(deutsche
Theologin, Dichterin und politische Aktivistin,
20. und 21.Jahrhundert)

Ich höre, dass man
damit leben kann:
Mit Schlaf und Arbeit,
Spaß und gutem Essen.
Habt ihr dabei
nicht einiges vergessen?
Und überhaupt:
Was soll
das heißen: man?
Und das soll
wirklich alles sein,
wofür wir leben,
das soll uns genügen:
der Tisch gedeckt,
gelegentlich Vergnügen
und Händchen halten
und ein Lottoschein?
Man lebt,
und mehr
fällt euch nicht ein,
als Geld verdienen
und ein Auto fahren
und Steuern zahlen
und für´n Urlaub sparen
und abends Fernsehen
oder Sportverein?
Es ist nicht viel,
was man so
leben nennt:
Erst Kinderspiel,
dann selber Kinder kriegen,
dann einmal jährlich
in der Sonne liegen
und ein Rentenanspruch
und ein Testament.
Und das soll
alles dann gewesen sein
für uns,
und sonst
soll es nichts geben?
In mir ist Sehnsucht,
mehr möchte ich erleben
und Träume haben
und unsterblich sein

Lothar Zenetti
(deutscher Priester und Schriftsteller,
20. und 21.Jahrhundert)

Alles beginnt
mit der Sehnsucht
Nelly Sachs
(deutsch-schwedische Schriftstellerin
und Lyrikerin jüdischen Glaubens,
19. und 20. Jahrhundert)

Ich wünsche dir,
dass du freundlich
zurückblickst auf das,
was gestern war,
und zuversichtlich
vorausschaust auf das,
was morgen sein wird.
Ich wünsche dir,
dass du in diesem Moment
zwischen Gestern und Morgen
den Blick Gottes spürst,
der auf dir ruht
und dich segnet.
Tina Willms
(deutsche evangelische Pastorin
und Autorin,
20. und 21. Jahrhundert

Gott hat gewiss
keine Sehnsucht
erschaffen,
ohne
auch die Wirklichkeit
zur Hand zu haben,
die als Erfüllung
dazugehört.
Unsere Sehnsucht
ist unser Pfad
Tanja Blixen
(dänische Schriftstellerin
und Kaffeefarmerin in Afrika,
19. und 20. Jahrhundert)

Wir
mögen
beruflich
Karriere
machen
und
tausend
angenehme
Dinge
tun,
ganz
tief

in
uns ‚
bleibt
eine
Sehnsucht,
die
sich
durch ‚
nichts
in
der
Welt
stillen
lässt
Peter Strauch
(deutscher freikirchlicher Theologe und Liedermacher,
19. und 20. Jahrhundert))

 
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