Archiv
Zitate von Paul Gerhardt
Zitate von Paul Gerhardt
für die Woche
vom 24. Mai bis 30. Mai 2026
Vor genau 350 Jahren, am 27. Mai 1676,
starb Paul Gerhardt,
dessen geistliche Lieder bis heute
zu den kostbarsten Schätzen
des evangelischen Kirchengesangs gehören.
In einer Zeit voller Kriegsnot, persönlicher Verluste
und religiöser Spannungen fand Gerhardt Worte,
die Trost, Vertrauen und Hoffnung ausstrahlen.
Seine Dichtung verbindet eine tiefe Frömmigkeit
mit großer sprachlicher Schönheit
und menschlicher Wärme.
Lieder wie „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“,
„Befiehl du deine Wege“
oder „Nun ruhen alle Wälder“
haben Generationen von Menschen begleitet –
in Freude wie in Leid,
im Gelingen ebenso wie in Zeiten der Prüfung.
Gerade die Verbindung aus innigem Glauben
und lebensnaher Erfahrung
macht seine Texte bis heute lebendig
Du bist ein Geist der Freuden,
von Trauern hältst du nicht,
erleuchtest uns im Leiden
mit deines Trostes Licht.
Ach ja, wie manches Mal
hast du mit süßen Worten
mir aufgetan die Pforten
zum güldnen Freudensaal
Dein Geist hält
unsers Glaubens Licht,
wann alle Welt
dawider sticht
mit Sturm
und vielen Waffen
Ach, lass dich doch erwecken,
wach auf, wach auf, du harte Welt,
eh als das harte Schrecken
dich schnell und plötzlich überfällt
Armut, das die Maße bricht,
und groß Reichtum gib mir nicht;
allzu arm und allzu reich
ist nicht gut,
stürzt beides gleich
unsre Seel ins Sündenreich
Auch dürft ihr nicht erschrecken
vor eurer Sünden Schuld;
nein, Jesus will sie decken
mit seiner Lieb und Huld
Fehlts hier und da? Ei, unverzagt!
Lass Sorg und Kummer schwinden!
Der mir das Größte nicht versagt,
wird Rat zum Kleinen finden
Mich segne, mich behüte,
mein Herz sei deine Hütte,
dein Wort sei meine Speise,
bis ich gen Himmel reise.
