St. Vincenz zu Altenhagen I

Archiv

Zitate über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

26.04.2026

Zitate über die Reaktorkatastrophe
von Tschernobyl
für die Woche
vom 26. April bis 2. Mai 2026

Vor 40 Jahren, am 26. April 1986,
ist es im sowjetischen Kernkraftwerk
von Tschernobyl bei Kiew zu einem
furchtbaren Reaktorunfall gekommen.
Die Ursache war eine Kombination
aus technischen Mängeln
und menschlichem Versagen:
Es sollte ein Sicherheitstest durchgeführt werden,
bei dem wichtige Schutzsysteme abgeschaltet wurden.
Aufgrund von Konstruktionsfehlern des Reaktors
und Bedienfehlern geriet der Reaktor außer Kontrolle,
was schließlich zu einer Explosion
und einem Brand führte.
Die Folgen waren verheerend:
Große Mengen radioaktiver Stoffe wurden freigesetzt
und verbreiteten sich über weite Teile Europas.
In der Umgebung kam es
zu schweren gesundheitlichen Schäden,
darunter ein Anstieg von Krebserkrankungen,
insbesondere Schilddrüsenkrebs.
Ganze Regionen mussten evakuiert werden,
darunter die Stadt Prypjat,
und es entstand eine bis heute bestehende Sperrzone.
Auch langfristig hatte der Unfall
ökologische, gesundheitliche
und politische Auswirkungen,
etwa ein wachsendes Misstrauen
gegenüber der Kernenergie weltweit.

Tschernobyl
war vielleicht
die eigentliche Ursache
für den Zusammenbruch
der Sowjetunion
Michael Gorbatschow
(russischer Politiker,
u.a. der letzte Staatspräsident
der Sowjetunion
mit russischem Vater
und ukrainischer Mutter,
20. und 21.Jahrhundert)

Menschen in Deutschland
hatten Angst.
Aber sie wussten wenigstens,
dass etwas passiert ist.
In der damaligen Sowjetunion
war es anders.
Ich habe die Infos
aus den illegalen
westlichen Quellen bekommen
Anatolii Gubariev
(russischer Ingenieur,
war einer der ersten Helfer
nach dem 26. April 1986
in Tschernobyl,
20. und 21.Jahrhundert)

Das Cäsium
wandert
sehr langsam
durch den Boden
nach unten,
manchmal
nur einen Millimeter
pro Jahr
Georg Steinhauser
(österreichischer Wissenschaftler
im Bereich Radiochemie,
20. und 21.Jahrhundert)

Das, was dort
geschehen ist -
Kernschmelze,
radioaktive Isotopen
werden in die Luft
geschleudert
mit all den bekannten
Konsequenzen -
das wär so bei uns
nicht möglich
Walter Wallmann
(deutscher Jurist,
Politiker und
Minister für Umwelt,
Naturschutz
und Reaktorsicherheit,
20. und 21.Jahrhundert)

Der Staat
hätte auch heute
keine Partner mehr
in der Wirtschaft,
denn die früheren
AKW-Betreiber
haben das Thema
längst abgeschrieben
Armin Willingmann
(deutscher Jurist, Hochschullehrer
und Politiker,
20. und 21.Jahrhundert)

1986 war
aus meiner Sicht
der klare Imperativ
zum Ausstieg
Margot Käßmann
(deutsche Theologin
und ehemalige Bischöfin
der Landeskirche Hannovers,
sowie ehemalige
Ratspräsidentin der EKD
und ehemalige Botschafterin
der Reformation,

20. und 21.Jahrhundert)

Ich habe
durch den Reaktorunfall
eine neue Wahrnehmung
für den Planeten entwickelt
Michael Gorbatschow
(russischer Politiker,
u.a. der letzte Staatspräsident
der Sowjetunion
mit russischem Vater
und ukrainischer Mutter,
20. und 21.Jahrhundert)

 
Powered by CMSimpleBlog
nach oben