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Sieben Zitate von Paula Modersohn-Becker

07.02.2026

Sieben Zitate von Paula Modersohn-Becker
für die Woche vom 8. Februar 2026
bis 14. Februar 2026

Paula Modersohn-Becker wird vor 150 Jahren
am 8. Februar 1876 in Dresden geboren.
Sie wächst in Bremen auf und studiert Kunst in Berlin.
Sie schließt sich der Künstlerkolonie Worpswede an,
unternimmt mehrere Studienaufenthalte in Paris
und entwickelt dort ihren eigenen modernen Stil.
Man sieht in ihr eine Wegbereiterin des Expressionismus.
Sie malt stark vereinfachend
und ausdrucksstark.
In ihren Porträts und Selbstbildnissen,
finden sich oft als Motive
Bilder von Müttern und Kindern.
Ihre Bilder brechen regelrecht
die traditionellen Darstellungsweisen.
Sie stirbt sehr, sehr früh im Jahr 1907
im Alter von 31 Jahren.
Trotz ihres frühen Todes hinterlässt sie
ein bedeutendes Werk.
Paula Modersohn-Becker ist nicht streng religiös,
zeigt aber eine persönliche
und nachdenkliche Form von Frömmigkeit.
Sie setzt sich mit christlichen Vorstellungen,
besonders mit Leben, Leid und Vergänglichkeit, auseinander,
ohne sich eng an kirchliche Regeln zu binden.
Ihre Frömmigkeit zeigt sich vor allem
in der stillen Ernsthaftigkeit und Würde,
mit der sie Menschen
und Lebensthemen darstellt.

Im Leben
ist viel, viel Wunderbares.
Da habe ich
oftmals das Gefühl,
als müsste man
ganz still
und fromm
dazwischen sitzen
und den Atem anhalten,
auf dass
es nicht entfleucht

Ich liebe das Leben.
Ich liebe die Welt.
Ich liebe die Farbe.
Ich liebe die Kunst

Ich lebe
jetzt ganz
mit den Augen,
sehe mir alles
auf's Malerische an

In mir fühle ich es
wie ein leises Gewebe,
ein Vibrieren,
ein Flügelschlagen,
ein zitterndes Ausruhen,
ein Atemanhalten:
wenn ich
einst malen kann,
werde ich
auch das malen

Man muss
nur warten können,
das Glück
kommt schon

Ich gehe durch diese große Stadt,
ich blicke in tausend Augen.
Ganz selten finde ich
da eine Seele.
Man winkt sich
mit den Augen,
grüßt sich,
und ein jeder
geht weiter
seinen einsamen Weg

Wenn Du
eine gute Idee hast,
dann tu es einfach.
Denn es ist einfacher,
um Vergebung
zu bitten,
als um Erlaubnis

 
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