St. Vincenz zu Altenhagen I

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Sieben Zitate von Daniel Lienhard

14.03.2026

Sieben Zitate von Daniel Lienhard
für die Woche vom 15. März 2026
bis 21. März 2026

Vom 1. März bis 29. März 2026
wird in Springe eine Ausstellung gezeigt,
die zunächst in der Christ-König- Kirche zusehen war
und vom 15. März bis 29. März
in der St.Andreas-Kirche steht.
Ihr Titel ist: „Wer in diesem Land die Arbeit macht.“
In diesem Bilderzyklus porträtiert Daniel Lienhard
Menschen, die in sogenannten systemrelevanten,
aber oft schlecht bezahlten Berufen arbeiten –
etwa Pflegekräfte, Paketboten,
Kassiererinnen oder Erntehelfer.
Anstatt diese Personen direkt zu fotografieren,
montiert Lienhard historische Heiligenfiguren
aus der Kunstgeschichte in moderne Alltagssituationen.
Dadurch entsteht ein ungewöhnlicher Kontrast:
Die traditionellen Heiligen
erscheinen als Arbeiterinnen und Arbeiter der Gegenwart
und machen sichtbar, wie wichtig
und gleichzeitig wenig anerkannt deren Arbeit ist.

Daniel Lienhard ist österreichischer Illustrator,
der heute in Bregenz am Bodensee lebt und arbeitet.
Sein beruflicher Schwerpunkt liegt in den Bereichen Illustration,
Bildmontage und grafische Gestaltung,
wobei er sich häufig mit gesellschaftlichen,
religiösen und kulturellen Themen auseinandersetzt.
Von 1990 bis 2010 war er
Präsident der Kirchgemeinde
der ökumenischen Predigerkirche in Zürich.
Diese Verbindung zu kirchlichen und ethischen Themen
spiegelt sich auch deutlich in seiner künstlerischen Arbeit wider.
Seine Bilder sind nicht nur ästhetische Arbeiten,
sondern auch ein künstlerischer Beitrag
zu aktuellen sozialen und ethischen Diskussionen.


Wir haben tatsächlich die Wahl:
Menschen würdigen oder ausnützen.
Ungerechtigkeit sehen oder leugnen.
Empathie zeigen
oder sie sich abgewöhnen.
Musk oder Arendt


Und das ist es,
was ich wollte:
Dass man
genauer hinschaut.
Nur das …
Und sie
vielleicht
nicht nur sehen,
sondern
sie auch ansehen. .
Wen ich ansehe,
dem verleihe ich Ansehen

Die Dramen
der Ungerechtigkeit
kommen
nicht im Verborgenen
zur Aufführung,
sondern vor unseren Augen

Und auch die Kirche
müsste sich fragen,
ob es denn reicht,
vom Himmelreich auf Erden
nur zu reden.
Oder ob man
nicht etwas mehr
dafür tun könnte.
Ich sage nicht,
die Kirche tue nichts.
Aber sie ist
schon besser darin,
zu predigen
als sich
mutig einzumischen

Wären wir
nur einen Zehntel
so unbequem,
wie man es uns
von Jesus erzählt,
die Welt
sähe anders aus

In meiner Arbeit als Illustrator
kombiniere ich gerne Elemente
aus verschiedenen Welten
und hoffe
auf einen Überraschungseffekt.
Hier also Heilige
aus der Welt
von Religion und Spiritualität
mit Arbeitsverhältnissen
in der freien Marktwirtschaft.
Im besten Fall
funktioniert das dann
wie in der Chemie,
wenn man
zwei Substanzen
zusammenbringt

Die Heiligen
steigen vom Sockel herab…
Die Expresspackerin
und die 24-Stunden-Pflegerin
werden erhöht

 
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