St. Vincenz zu Altenhagen I

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Die „sieben Zitate“ : Es sind nicht sieben unterschiedliche Worte, sondern es ist für jeden Tag derselbe Text.

21.02.2026

Die „sieben Zitate“
sind für die Woche vom 22. Februar 2026
bis 28. Februar 2026 anders als üblich.
Es sind nicht sieben unterschiedliche Worte,
sondern es ist für jeden Tag derselbe Text.

Seit dem 24. Februar 2022
ist nun schon zwischen Russland
und der Ukraine Krieg.
Damit dauert dieser Krieg, den Russland
mit einem Überfall begonnen hat, vier Jahre.
Er hat bis heute nichts von seiner Grausamkeit
und Brutalität verloren. Im Gegenteil!
Wie sollen Menschen aus den betroffenen Ländern
und aus der weiten Welt vor dem Hintergrund
des brutalen Krieges das Geschehen beurteilen,
das „Verhandlungen“ genannt wird
und zu einer Waffenruhe und letztlich zu einem
gerechten Frieden führen soll?
Die Ungewissheit ist trotz aller
diplomatischer Betriebsamkeit sehr groß.
Die Menschen werden weiter bombardiert
und Opfer von Kälte und Dunkelheit.
Die Ukraine kämpft bis zur Erschöpfung
in einem Verteidigungskrieg und ist verunsichert,
weil die Unterstützung durch andere Staaten
wenig zuverlässig ist.
Worauf sollen die Menschen in der Ukraine
und auch bei uns hoffen?
Viele Kirchen und Gemeinden laden
am 24. Februar und in der ganzen Woche
vom 22. Februar bis vom 28 Februar
zu besonderen Friedensgebeten ein
bzw. rufen die Gläubigen auf,
Gott zu bitten, sich mit Macht zu erbarmen;
Gott will ja Frieden und Gerechtigkeit für alle.
Folgendes Friedensgebet der Arbeitsgemeinschaft
christlicher Kirchen in Deutschland
für die Woche vom 22. Februar bis 28. Februar
kann täglich für das persönliche Gebet
sowie für das kirchengemeindliche Beten eingesetzt werden:

Jesus Christus, du Licht vom Licht,
du Quelle der Wahrheit,
du Ursprung der Gerechtigkeit.
Mit allen Sinnen bist du Gott
und kennst die Wirklichkeit dieses Krieges:

Du, Gott, hörst
die Worte,
die Versprechen,
die Enttäuschung,
die Stille der Verstummten.
Du hörst das Heulen der Sirenen und Drohnen.

Du, Gott, siehst
den verlorenen Alltag,
die verschwundenen Kulturgüter,
die zerstörten Landschaften,
die geschundene Schöpfung,
Du siehst die Sehnsucht nach Frieden.

Du, Gott, riechst
den Rauch der Brände,
die Wunden,
die abgestandene Luft in Schutzräumen
und Bunkern,
du riechst die Kälte.

Du, Gott, schmeckst
die kargen Mahlzeiten,
die flüchtigen Küsse,
den schalen Geschmack
von Abstumpfung
und Ratlosigkeit,
Du schmeckst die Ausbeutung,
den Verrat, den Eigennutz.

Du, Gott, fühlst
die gebrochenen Herzen,
den Schmerz der Hinterbliebenen,
die Scham der Missbrauchten.
Du fühlst die Verzweiflung
und Hoffnungslosigkeit.

Vier Jahre währt dieser Krieg.
Erbarme dich!
Wir bitten dich für die Opfer dieses Krieges:
für die Zivilbevölkerung, für Verwundete,
Trauernde und Traumatisierte.
Halte sie in deiner heilenden Nähe.
Schenke Trost und Schutz. 

Wir bitten dich
für die Soldatinnen und Soldaten:
für alle Kämpfenden auf beiden Seiten.
Bewahre sie vor Verrohung,
stärke ihr Gewissen im Grauen des Krieges.

Wir bitten dich für die Verantwortlichen
in Politik und Militär:
schenke Weisheit und die Bereitschaft,
Machtinteressen zurückzustellen
für das Wohl aller.
Führe sie hin
zu ernsthaften Friedensverhandlungen.

Wir bitten dich für deine Kirche:
für Geistliche und Gemeinden in der Ukraine,
in Russland und in allen
vom Krieg betroffenen Regionen.
Erfülle sie mit deiner Hoffnung
und deinem Trost,
dass sie Zeichen deines Friedens
setzen können.

Wir bitten dich für deine Menschen:
Für die, die ausharren,
für die, die ihr Land verlassen
und für die, die sie aufnehmen.
Für die, deren Herz in der fernen Heimat ist.
Für die Gleichgültigen.
Wecke die Menschlichkeit,
die stärker ist als Hass.

Jesus Christus,
du Licht vom Licht,
wir sehen auf dich. Erbarme dich.
Komm mit deiner Gerechtigkeit,
deinem Frieden.
Lass dein Licht stärker sein
als die Finsternis.
Mache auch uns
zum Licht in dieser Welt –
heute und alle Tage.

Amen.

 
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