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Andacht über den Monatsspruch für Mai 2026 aus Hebräer 6,19

02.05.2026

Andacht über den Monatsspruch
für Mai 2026 aus Hebräer 6,19


Die Hoffnung haben wir
als einen sicheren und festen Anker
unserer Seele

Verfasser:
Superintendent in Ruhe
Wilhelm Niedernolte
(Eldagsen)

 

Hinweis in eigener Sache:
Mit unseren online-Andachten wechseln wir
jetzt vom wöchentlichen
in einen monatlichen Turnus.
Sechs Jahre lang, seit Corona-Zeiten,
haben wir über die Wochensprüche,
die Wochenlieder und die Psalmen,
Evangelien, Episteln und Lesungen aus dem AT
für die jeweiligen Sonntage geschrieben.
Nun wollen wir uns
den Monatssprüchen des Jahres widmen.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,
den Hörerinnen und Hörern des Hebräerbriefes
kam zunehmend ihre Hoffnung
auf die Erlösung durch Jesus Christus abhanden.
Einige aus ihrer Großelterngeneration
hatten noch persönlich gesehen,
wie Jesus gekreuzigt worden
und auferstanden war.
Einigen von ihnen war er
sogar leibhaftig erschienen.
Sie gaben es mündlich
an ihre Kinder weiter,
auch die Botschaft des Engels,
dass Christus wiederkommen würde.
Diese wiederum gaben
die Hoffnung auf Erlösung
an ihre Kinder weiter.
Nur: Jesus kam nicht wieder,
um sie aus dem Elend ihrer Welt zu erlösen.
Deswegen hatten etliche Gemeindeglieder
die Versammlungen der Christen
aus Enttäuschung verlassen.
Besonders an sie wendet sich der Hebräerbrief
mit seinem Aufruf zur Hoffnung:
Lasst uns festhalten
am Bekenntnis der Hoffnung
und nicht wanken,
denn er ist treu,
der sie verheißen hat:
Hebräer 10, 23
Es ist aber der Glaube
eine feste Zuversicht auf das,
was man hofft,
und ein Nichtzweifeln,
an dem, was man nicht sieht.
Hebräer 11,1
Die Hoffnung haben wir
als einen sicheren und festen Anker
unserer Seele
Hebräer 6,19
Hoffnung ist wie ein Anker
für unsere Seele.
Was ist ein Anker?
„Ein Anker ist eine Einrichtung,
mit der Wasserfahrzeuge
oder Seezeichen am Gewässergrund
festgemacht werden,
um nicht durch Wind, Strömung, Wellen
oder andere Einflüsse abgetrieben zu werden.
Der Vorgang wird ankern
bzw. verankern genannt.
Anker halten aufgrund ihres Gewichts
und/oder ihrer Form.“
lesen wir bei wikipedia.
Er besteht aus einem Schaft
mit einem Kreuz mit spitzen Enden.
Die Spitzen sollen sich
in den Meeresgrund bohren,
und zwar so, dass sie festen Halt finden.
Zur Unterstützung des Kreuzes
wird eine Vorlaufkette am Schaft angebracht,
die dafür sorgt, dass immer
zwei Spitzen des Kreuzes
auf den Boden weisen und dem Anker
durch ihr Gewicht zusätzlichen Halt geben.
Eine Garantie für einen sicheren Ankerplatz
ist das zwar nicht,
aber eine große Hilfe.
Denn: manchmal ist der Wind so stark,
dass sich der Anker löst
und das Schiff versetzt wird.

Übertragen auf unser Leben.
Unser Lebensschiff braucht einen klaren Kurs,
ein klar definiertes Ziel
und ein sicheres Fahrwasser.
Das ist auch meistens der Fall.
Manchmal jedoch ist es hilfreicher,
die Fahrt zu unterbrechen,
vor Anker zu gehen,
etwa in der Nacht
oder wenn man nicht nur
nach Instrumenten fahren will.

Die Hoffnung haben wir
als einen sicheren und festen Anker
unserer Seele.

Auch bei uns und unserem Lebensschiff
kommt der Anker der Hoffnung
manchmal ins Rutschen.
Wann endlich wird der Krieg
zwischen den USA und dem Iran beendet?
Wann endlich kommen wir
in ein Klima schonendes Leben.
Wann endlich stellt Russland
seinen Angriffskrieg auf die Ukraine ein?
Wir hoffen und setzen unsere Zuversicht
auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus
und werfen unseren Anker
auf den Grund des Glaubens an ihn
und seine Erlösung
aus dem Elend unserer Tage.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“
sagen wir manchmal
in einer aussichtslosen Situation.
Unsere Hoffnung als Christen
stirbt überhaupt nicht,
sagt uns der Hebräerbrief.

In einem Lied aus unserer Zeit
von Albert Frey heißt es:

Es gibt Versöhnung selbst für Feinde
und echten Frieden nach dem Streit.

Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jederzeit.

Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in unsrer Mitte lebt es schon,

ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn.

Er ist das Zentrum der Geschichte,
er ist der Anker in der Zeit.
Er ist der Ursprung allen Lebens
und unser Ziel in Ewigkeit.


Liebe Leserin, lieber Leser,
ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit,
dass Ihr Lebensschiff einen klaren Kurs fährt,
gute Ziele hat und einen Ankerplatz
im Glauben an Jesus Christus.


Ihr Wilhelm Niedernolte

 

 
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