"Wanderfalken" machen ihrem Namen alle Ehre...

Die VCP-Gruppe Wanderfalken hat es nun doch noch geschafft, ihren lang geplanten und herbeigesehnten Hajk durchzuführen.
Am 11.11.um 15.30 Uhr traf man sich mit "großem Gepäck", denn jeder hat seine persönliche Ausrüstung selbst zu tragen, am Deisterbahnhof in Bad Münder.
Von dort ging es zunächst durch die Feldmark Richtung Bergschmiede, um dort am Rande des Süntels Hamelspringe und später, schon bei völliger Dunkelheit, Kessiehausen zu erreichen.
Ein Teil der Wanderfalken ließ es sich nicht nehmen, an Haustüren in Hamelspringe "Martinsgesänge" zu präsentieren, was nach Bedenken und zum Erstaunen von Nina und Andreas doch prächtigen Erfolg hatte.
So wurde der "Reiseproviant" mit reichlich Süßigkeiten aufgefüllt und die Motivation war da, in Kessiehausen das gleiche noch einmal zu probieren. Da das in Kessiehausen - wie wir hörten - noch nie vorgekommen ist; man muss dazu wissen, das Kessiehausen nur aus einem Bauernhof und zwei weiteren Wohnhäusern besteht und ziemlich abgelegen liegt, hatte man dort auch prompt keine Süßigkeiten parat. Aber es gab einen leckeren Apfel für jeden und außerdem 10,-Euro in die Hajkkasse, was natürlich auch ganz toll war.
So gegen 20.30 Uhr kam man dann in Beber an. Dort hatten wir freundlicherweise das wunderschöne Gemeindehaus zur VErfügung gestellt bekommen und dieses ganz für uns alleine. In der voll ausgestatteten Küche wurde Pizza gebacken (natürlich selbst hergestellt) und Schokoladenpudding gekocht, der leider anbrannte und damit ungenießbar war. Der einzige der das nicht bedauerte war Andreas,denn der mag keinen Schokoladenpudding.
Spät am Abend ging es in die Schlafsäcke und auf Teppichboden und den eigenen Isomatten war es doch ziemlich bequem. Da es schon Mitternacht war, passte irgendwie eine ziemlich spannende Gruselgeschichte, die einige dennoch nicht zu Ende hörten, weil sie einschliefen. Nach dem Abendabschluss begann für alle eine kurze Nacht.

Am anderen Morgen wurde früh geweckt und mit frischen Brötchen gab es ein ziemlich leckeres Frühstück. Eigentlich sollte bereits um 09.00 Uhr aufgebrochen werden, mit Aufräumen und Packen wurde es doch 10.00 Uhr, bis es wieder losging.
Das Wetter war sonnig, aber es war ziemlich kalt. Eine lange Tagesetappe lag vor den Wanderfalken, ging es doch über das Dachtelfeld, den Süntelkamm zunächst zum Süntelturm mit einem eigentlich nicht vorgesehenen kleinen Abstecher zu den Hohensteiner Klippen. So wurde die Hajketappe länger und länger und die Füße schwerer und schwerer. Schon ziemlich erschöpft, kam man beim Süntelturm an. Mit dem letzten Rest der Hajkkasse wurde ein Sonderpreis für eine leckere Kartoffelsuppe ausgehandelt, die gab noch einmal Kraft für die letzte Etappe. Über Klein Süntel, Hachmühlen ging es nach Altenhagen zurück. Bei einigen kam auf den letzten Kilometern der Wunsch auf, vielleicht ein Ruftaxi oder aber die Eltern anzurufen. Das kam natürlich nicht in Frage, weil es auch gut ist, sich mal "durchzubeißen", auch wenn es schwer fällt. Mit gegenseitiger Unterstützung (einige trugen für andere streckenweise deren Rucksäcke)kam man dann auch ohne Anruf aus.
Ja, das war von allen Wanderfalken eine große Leistung, war man doch an den beiden Tagen insgesamt über 40 km auf den eigenen Füßen unterwegs, was diesen auch die eine oder andere Blase bescherte.
Insgesamt ein tolles Gruppenerlebnis, zumal auch alle aus der Gruppe mit dabei waren.